Arbeit - Wagenbauer

VOM SATTLER ZUR AUTOMOBILFABRIK

Lohnerroller aus der Schausammlung des Bezirksmuseums Alsergrund  (ALSEUM)
Der legendäre Lohnerroller "L 150"

Die Rossau war ein Zentrum des Wiener Wagenbaus. Fast ein Drittel der Zuliefer- und Produktionsbetriebe war hier situiert. Die Lage an der Donau begünstigte die Ansiedlung von Sattlern, um die Pferde der Schiffszüge auszustatten. Daneben gab es viele kleinere Firmen, wie von Leopold Bauer, Fechtergasse 2b, die Lederwaren für den Alltagsgebrauch herstellten.

 

Um 1870 entwickelten sich aus dem Gewerbe der "deutschen Sattler", die Wagen bauten, Großbetriebe. Die Hofwagenfabrik Sebastian Armbruster, Porzellangasse 4-6, war für ihre Speziallackierungen (später auch bei Autos) bekannt und erwarb Medaillen auf internationalen Ausstellungen. 1821 bis 1970 bestand die Firma Lohner, zuletzt in der Porzellangasse 2. Ihre Produkte bewährten sich "zu Wasser, zu Lande und in der Luft". Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Modelle der Lohnerroller legendär. Das letzte, 1961 bis 1966 produzierte, (8 PS)

trug die Bezeichnung "L 150".

 

hmw