Katastrophen

DIE BEWOHNER BLIEBEN VON NATURKATASTROPHEN UND KRIEGEN NICHT VERSCHONT

Kupferstich aus der Schausammlung des Bezirksmuseums Alsergrund (ALSEUM)
Die Pulverturmexplosion anno 1779

Im Revolutionsjahr 1848 war die Nussdorfer Linie beim "Auge Gottes" hart umkämpft. Zu den regionalen Katastrophen zählen ein Großbrand in Lichtental, dem 1786 vierzig Häuser zum Opfer fielen oder die ständigen Überschwemmungen von Als und Donau (1770/71, 1784/85, 1786/87, 1829/30). Am 26. Juni 1779 explodierte das Pulvermagazin bei der Nussdorfer Linie. Dabei waren fast 70 Tote, 100 Verletzte und großer Sachschaden zu beklagen.

 

Auf dem Alsergrund befanden sich Einrichtungen des Militärs und Strafvollzugs, wie (1753-1912) die Alser Kaserne am Beginn der Alser Straße und die Kronprinz-Rudolf- (Rossauer) Kaserne. 1921-1938 war hier das Wiener Hausregiment der Deutschmeister einquartiert.

 

Unweit davon wurden im18. Jahrhundert auf dem Rabenstein (Schlickplatz 12) Hinrichtungen vollstreckt. Kaiser Joseph II. hob die Todesstrafe ebenso auf, wie das "Bäckerschupfen" am Donaukanal für Bäcker, deren Brot zu leicht war.

 

hmw