Rückblick


"Wer Kindern Paläste baut ..." Julius Tandlers Kinderübernahmsstelle - Gangausstellung beim Festsaal

Das  Alseum stellt ein besonderes Objekt des "Roten Wien" vor: Die 1923 - 1925 errichtete Kinderübernahmsstelle (KÜSt) Lustkandlgasse 42-50, Ayrenhoffgasse 5-9, Sobieskigasse 31-31a, Pulverturmgasse 16. Ihr Initiator, Stadtrat Julius Tandler schuf eine weltweit beispielgebende Anstalt. Nach dem Motto "Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern nieder" ließ er sie von prominenten Künstlern seiner Zeit ausgestalten.

 

 

 


31. März 2017: Finissage der Sonderausstellung "Zu Besuch bei Erich Fried"

Erich Fried
Erich Fried am Schreibtisch (1970er Jahre). Foto: Catherine Fried / Alseum

 

Die erste Sonderausstellung in den renovierten Räumen des Bezirksmuseums war dem Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer Erich Fried (1921-1988) gewidmet. Sie wurde von der 8A-Klasse des Erich Fried-Realgymnasiums kuratiert. Erich Fried wohnte in der Alserbachstraße 11. Am 6. Mai 1938, seinem siebzehnten Geburtstag, musste er die Schule verlassen, weil er Jude war. Er emigrierte nach London und wurde dort zu einem beliebten deutschsprachigen Lyriker.

 

2015 starb seine Witwe, Catherine Fried. Die Familie überließ alle Erinnerungsstücke dem ALSEUM als Dauerleihgabe. Es handelt sich dabei um Gemälde, Fotos (unbearbeitete Sammlung), Kunstwerke Catherines und Erichs und persönliche Gegenstände - unter anderem auch jene Schauladen, die Erich Fried nach seinem Besuch in Auschwitz mit Funden und Erinnerungen füllte. Die Sonderausstellung ergänzt die Fried-Gedenkstätte im ALSEUM mit dem Nach-Nachlass aus dem Familienbesitz. Bei der Finissage stellten ML. Willi Urbanek und Klaus Fried, der Sohn des Dichters, den Ausstellungskatalog mit Texten des Poeten vor..

 

 

 


Impressionen vom Museumstag am 19. März 2017

Fotos: Matthias Bechtle, Robert Bouchal, Doris Wolf    2017