Sonderausstellungen - aktuell

Joseph Roth ist "DER HEILIGE TRINKER".

Dienstag - 10. September um 19:30 Uhr in der Bibliothek

Anlässlich des 125. Geburtstag und 80. Todestages laden wir herzlich ein zur Veranstaltung:

Joseph Roth ist "DER HEILIGE TRINKER".

Die schönsten Texte, die besten Zitate. Die feinsten Zitate.
Mit Georg Biron, David Czifer und Max Mayerhofer

Eintritt frei! Spende erbeten.

Über das Werk: DER HEILIGE TRINKER (1939 veröffentlicht):
In den letzten Wochen seines Lebens, im Frühling 1934, geschieht dem obdachlosen Trinker Andreas Kartak aus Olschowice im polnischen Schlesien eine ganze Serie von Wundern. Andreas war früher, wie sein Vater, als Kohlenarbeiter beschäftigt. Weil man in Frankreich Kohlenarbeiter gesucht hatte, war er dorthin gegangen und hatte in den Gruben von Quebecque gearbeitet. Einquartiert war er bei dem Ehepaar Schebiec gewesen, hatte mit Frau Karoline geschlafen, war vom Ehemann ertappt worden und hatte ihn in Notwehr erschlagen. Dafür hatte Andreas zwei Jahre im Gefängnis gesessen.

Andreas, Pariser Stadtstreicher geworden, nächtigt gewöhnlich unter den Brücken, die über die Seine führen. Das erste Wunder: Ein fremder Herr leiht Andreas zweihundert Francs. Der Obdachlose soll den Betrag bei der Statue der heiligen Therese von Lisieux in der Kapelle Ste-Marie des Batignolles hinterlegen. Andreas vertrinkt das Geld, besinnt sich aber, verdient zweihundert Francs durch ehrliche Arbeit und vergeudet diese wieder. Zu dem Wunder, Geld durch Arbeit zu verdienen, gesellen sich weitere: Andreas kauft eine gebrauchte Brieftasche zur Aufbewahrung des Geldregens und findet darin tausend Francs. Zudem begegnet er einem ehemaligen Schulkameraden, der für ihn sorgt. Und seine ehemalige Geliebte Karoline, die mit ihm ihre Ehe gebrochen hatte, läuft ihm über den Weg, zieht mit ihm durch Paris und schläft mit ihm. Andreas macht sich aber aus dem Staube, weil Karoline gealtert ist. Das kann er sich leisten, denn die Wunder dauern an. Ihm begegnen entgegenkommende junge Frauen, zutrauliche junge Mädchen. Eine heißt Therese – jene oben erwähnte Heilige, nimmt der nicht ganz nüchterne Trinker an. Aber Therese ist aus Fleisch und Blut – nicht die, für die sie gehalten wird. Sie nimmt auch kein Geld von Andreas. Ganz im Gegenteil, Therese schenkt Andreas einen Hundertfrancschein, gerade als der Trinker sich an der Theke den nächsten Pernod genehmigen möchte. Dazu kommt es nicht. Der Trinker fällt um und stirbt. Der abschließende Kommentar des Erzählers: „Gebe Gott uns allen, uns Trinkern, einen so leichten und so schönen Tod!“
(Text: wikipedia 2019)



Über die Akteure:
Der Kulturverein ergo arte wurde 2015 von David Czifer und Max Mayerhofer ins Leben gerufen, um ungewöhnliche Kulturprojekte aus allen künstlerischen Bereichen zu entwickeln. Dabei ist uns die Auseinandersetzung mit aktuellen, zeitgenössischen Themen besonders wichtig.
Das Ziel des Vereins ist es vor allem qualitativ hochwertige, professionelle Theater- und Filmproduktionen zu entwickeln, die den zeitgenössischen gesellschaftlichen Diskurs fördern sowie dem Zuseher durch die künstlerische Arbeit Denkanstöße zur Bewältigung dieses Diskurses anbieten. Wir sehen unsere Aufgabe in der Kulturvermittlung von Stoffen für ein kritisches Publikum, jenseits des main streams.
ergo arte veranstaltet und produziert interdisziplinäre Events mehrheitlich in Österreich, sowie im gesamten deutschsprachigen Raum: Theaterproduktionen, Filmvorführungen, Lesungen, Ausstellungen, Buchpräsentationen und diskursive Plattformen.
Unsere Produktionen sollen Brennpunkt für gesellschaftliche Reibungsflächen, Konflikte, Denkfelder, Bewegungen und Strömungen sein. Was uns dabei interessiert sind unterschiedliche Benennungen und Erzählweisen, unterschiedliche Quellen und Arbeitsmethoden, eigene Energien und Neugierde.
Weiteres möchte der Verein KünstlerInnen in ihrer beruflichen Tätigkeit miteinander vernetzen und dadurch ihren Austausch fördern.
(Text:
Our Story; Ergo arte·Mittwoch, 26. September 2018 auf facebook)


"Kinder im Krieg: Wien, Leningrad, 1941-1945“

 

Diese Ausstellung ist ein Teil des Projekts „Kinder im Krieg: Niemals wieder!“, das für 2017-2020 geplant ist. Im Rahmen dieses Projekts planen wir haben weitere thematische Ausstellungen, Lesungen und sowie Schülerkontakte zwischen österreichischen und russischen Schulen. Der nächste Teil des Projekts wird im Jänner 2019 abgehalten und besteht ebenfalls aus einer thematischen Ausstellung sowie einer Audioinstallation „Blockade-Tagebücher“.

 

Die Ausstellung zeigt Fotodokumente aus dem Stadtmuseum Wien und dem Leningrader Blockade-Museum, die das Leben und Leiden der Kinder während des 2. Weltkriegs in Wien und Leningrad während der Blockade darstellen. Ergänzt wird sie durch Interviews mit Zeitzeugen.

 

Ein besonderer Schwerpunkt dieser Ausstellung sind die Zeitzeugen-Interviews. Menschen, die damals selber den Krieg als Kinder erlebt haben. Kinderzeichnungen aus den Jahren 1941 bis 42 von Kindern im Blockade-Leningrad und Zeichnungen aus den Jahren 1945 bis 46 von Herr Steinmetz werden hier auch präsentiert.

Die Ausstellung wird bis Oktober 2018 gezeigt, Mo., Sa., 10-12:00.

Anmeldungen für Führungen (Deutsch, Englisch, Russisch):

Tel: +43 676 611 9232 oder +43 699 1967 0332